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Rund um den Nato-Gipfel am 3. und 4. April 2009 galt es, auch
den Bevölkerungsschutz sicher zu stellen. Dazu gehörten
insbesondere Sanitäts- und Rettungsdienste, aber auch das
Personenauskunftswesen.
Seit Monaten hatten sich mehr als 1000 Helferinnen und Helfer des
Roten Kreuzes auf ihren Einsatz beim Nato-Gipfel in Baden-Baden
und Kehl vorbereitet. Sie kamen glücklicherweise kaum zum Einsatz
- aber für den Fall der Fälle standen sie bereit.
Im
Auftrag des Landes Baden-Württemberg war das Rote Kreuz mit ständig
bis zu 130 ehrenamtlichen Helfern im Einsatz, um die
Personenauskunft sicher zu stellen: Im 24-Stunden-Einsatz in der
Einsatzzentrale in Bühl sowie in sieben mobilen
Erfassungsstellen, mit Laptop und Registrierlisten. Der staatliche
Auftrag lautete, sicher zu stellen, dass zu behandelnde Personen
nicht „verloren gehen“, sondern, dass Angehörige und Ämter
jederzeit feststellen und Auskunft darüber geben können, wo sich
betroffene Personen befinden. Für alle Fälle war hierfür auch
eine - glücklicherweise kaum benötigte - Telefon- Hotline
eingerichtet und rund um die Uhr besetzt.
Dominique
Krueger
(li.)
vom
KV Pforzheim
in der
Einsatzabschnittsleitung Personenauskunft
„Der NATO-Gipfel war eine spannende Erfahrung für uns“,
sagt Dominique Krueger vom DRK-Kreisauskunftsbüros
Pforzheim-Enzkreis am Sonntagnachmittag. „Aber unsere Helfer
sind froh, dass sie jetzt erst einmal ausschlafen können.“ Denn
Schlaf kam bei den Einsatzkräften des Roten Kreuzes, die den
NATO-Gipfel von Donnerstag bis Sonntag unterstützten, meist zu
kurz. In Zwölf-Stunden-Schichten arbeiteten die Einsatzkräfte
bei der Personenauskunft des Roten Kreuzes mit.
In der Einsatzleitung in Bühl liefen alle Informationen zum
Status der Sanitätskräfte zusammen: Wie ist die allgemeine Lage?
Wo befinden sich Helfer, Fahrzeuge, taktische Einheiten? Wer benötigt
wo welches Material? Gibt es irgendwo Probleme, die gelöst werden
müssen? Eine digitale Karte und ein digitales Einsatzbuch
dokumentierten per Beamer an der Wand für alle Kräfte der
Einsatzabschnittsleitung den aktuellen Sachstand.
Das Ehrenamt spielte eine große Rolle bei der sanitätsdienstlichen
Seite des Nato-Gipfels: 9 von 10 Einsatzkräften waren
ehrenamtlich! Der Zivil- und Katastrophenschutz in der
Bundesrepublik wird in großem Maß von den gut ausgebildeten
ehrenamtlichen Helfern der Hilfsorganisationen getragen. Diese
sind permanent und kurzfristig abrufbar in der Lage, Sanitätsdienst,
Betreuung und Verpflegung betroffener Bevölkerungsgruppen zu
gewährleisten.
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