DRK-Pflegewoche vom 3. bis 5. August:

Beim Fachtag Ambulante Pflege erhielten am 5. August vier Pflegedienste das neue "Pflegesiegel"

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn des zweiten DRK-Fachtages ambulante Pflege standen Fachvorträge zweier renommierter Wissenschaftler. Es folgten zwei Praxisbeispiele für die rund 70 Teilnehmer. Am Nachmittag  überreichte Landesgeschäftsführer Hans Heinz den Vertretern von vier Pflegediensten das „Qualitätssiegel Ambulante Pflege“. Dieses Qualitätssiegel ist der jüngste Teil des Qualitätssicherungs-Systems des Roten Kreuzes in Baden Württemberg. Begonnen hatte die Pflegewoche am Montag mit der Überreichung eines „Mini-Gymnastik-Balls“ an alle Kunden der DRK-Pflegedienste.  Mit dieser Aktion wies das Rote Kreuz darauf hin, dass gerade im Alter Bewegung das Wohlbefinden fördert und zu mehr Vitalität und Gesundheit beiträgt.

Mit der Vergabe der „DRK Qualitätssiegel Ambulante Pflege“ setzen Pflegedienste und der Landesverband ihre erfolgreiche Arbeit zu besserem Qualitätsmanagement in der Pflege konsequent fort. Das Siegel wird seit 2008 an Dienste vergeben, die sich  jährlich einer Begehung durch DRK-Auditoren unterziehen und dabei einen Erfüllungsgrad in den Anforderungen von mindestens 75% erreichen. Das erreichte Qualitätsniveau muss jedes Jahr aufs Neue nachgewiesen werden. Allerdings ist das Qualitätssiegel kein Ersatz für  externe Prüfungen (z.B. durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen). Es stellt eine sinnvolle Ergänzung solcher Überprüfungen dar.

Praxisbeispiel aus Heilbronn: "Brainwalking"

 

Das Rote Kreuz verbessert die Qualität seiner Pflegedienste, ohne auf externe Prüfungen zu warten: „Wir gehen mit uns selbst häufig strenger um, als der Medizinische Dienst“, so Gerhard Stobodzian, Projektleiter im DRK-Landesverband Baden-Württemberg: „Die selbst auferlegte Strenge ist auch Zeichen der Offenheit und Kooperation unserer Pflegedienste untereinander. Wir lernen im DRK am besten voneinander und erreichen hierdurch einen vergleichbar guten Standard.“

Seit 2006 sind die DRK-Pflegedienste in ein System des gegenseitigen Austausches und kollegialer Audits einbezogen. Unter der Projektleitung des Landesverbandes führen nach nationalen Standards ausgebildete Auditoren, gleichzeitig mit Pflege- und Leitungserfahrung, jährliche Begehungen in den Pflegediensten durch. In der Checkliste für die Begehungen finden sich sowohl die Forderungen des Medizinischen Dienstes als auch der DIN ISO 9001:2000.

Im Einzelnen wurden die Pflegedienste der DRK-Kreisverbände Esslingen, Ludwigsburg, Stuttgart und Zollernalbkreis ausgezeichnet.

Prof. Kruse, Uni Heidelberg: Bewegung und Demenz 

 

Mit einem Vortrag von Privatdozent Dr. Clemens Becker, Chefarzt der Fachabteilung für Altersmedizin und Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart zum Thema „Motivation zur Bewegung von pflegebedürftigen Menschen“ begann der Fachtag Ambulante Pflege am Vormittag. Danach referierte Professor Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg zum Thema „Bewegung und deren Einfluss auf Demenz“. 

 

Zwei Praxisbeispiele aus den DRK-Kreisverbänden Heilbronn und Tübingen über Gedächtnistraining im Freien und aktivierende Hausbesuche komplettierten den Fachtag, bevor Hans Heinz die Qualitätssiegel an die vier DRK-Pflegedienste überreichte.


Udo Bangerter