DRK-Pflegewoche vom 3. bis 5. August: |
Beim Fachtag Ambulante Pflege erhielten am 5. August vier Pflegedienste das neue "Pflegesiegel"
Zu
Beginn des zweiten DRK-Fachtages ambulante Pflege standen Fachvorträge
zweier renommierter Wissenschaftler. Es folgten zwei Praxisbeispiele
für die rund 70 Teilnehmer. Am Nachmittag überreichte
Landesgeschäftsführer Hans Heinz den Vertretern von vier Pflegediensten das
„Qualitätssiegel Ambulante Pflege“. Dieses Qualitätssiegel ist der
jüngste Teil des Qualitätssicherungs-Systems des Roten Kreuzes in
Baden Württemberg. Begonnen hatte die Pflegewoche am Montag mit der
Überreichung eines
„Mini-Gymnastik-Balls“ an alle Kunden der
DRK-Pflegedienste. Mit dieser Aktion wies das Rote Kreuz darauf
hin, dass gerade im Alter Bewegung das Wohlbefinden fördert und zu mehr
Vitalität und Gesundheit beiträgt.
Das Rote
Kreuz verbessert die Qualität seiner Pflegedienste, ohne auf externe Prüfungen
zu warten: „Wir gehen
mit uns selbst häufig strenger um, als der Medizinische Dienst“, so
Gerhard Stobodzian, Projektleiter im DRK-Landesverband Baden-Württemberg:
„Die selbst auferlegte Strenge ist auch Zeichen der Offenheit und
Kooperation unserer Pflegedienste untereinander. Wir lernen im DRK am
besten voneinander und erreichen hierdurch einen vergleichbar guten
Standard.“ Seit
2006 sind die DRK-Pflegedienste in ein System des gegenseitigen
Austausches und kollegialer Audits einbezogen. Unter der Projektleitung
des Landesverbandes führen nach nationalen Standards ausgebildete
Auditoren, gleichzeitig mit Pflege- und Leitungserfahrung, jährliche
Begehungen in den Pflegediensten durch. In der Checkliste für die
Begehungen finden sich sowohl die Forderungen des Medizinischen Dienstes
als auch der DIN ISO 9001:2000. Im Einzelnen wurden die Pflegedienste der DRK-Kreisverbände Esslingen, Ludwigsburg, Stuttgart und Zollernalbkreis ausgezeichnet.
Mit einem Vortrag von Privatdozent Dr. Clemens Becker, Chefarzt der Fachabteilung für Altersmedizin und Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart zum Thema „Motivation zur Bewegung von pflegebedürftigen Menschen“ begann der Fachtag Ambulante Pflege am Vormittag. Danach referierte Professor Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg zum Thema „Bewegung und deren Einfluss auf Demenz“.
Zwei Praxisbeispiele aus den DRK-Kreisverbänden Heilbronn und Tübingen über Gedächtnistraining im Freien und aktivierende Hausbesuche komplettierten den Fachtag, bevor Hans Heinz die Qualitätssiegel an die vier DRK-Pflegedienste überreichte.
Udo Bangerter |
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