Erdbeben in Haiti: 

Rotes Kreuz schickt Küchenmodul und LKW

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg schickt ein Küchenmodul zur Versorgung von 120 Personen nach Haiti; begleitet von einem Koch und einem Techniker. An der Finanzierung der transportablen Küche beteiligen sich mit einer kurzfristig ermöglichten Spende von jeweils 5.000 Euro die Kreissparkasse Waiblingen und der Landkreis Rems-Murr. Die restlichen Herstellungskosten für die Küche im Wert von 42.800 Euro übernimmt die Firma Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. Auch ein geländegängiger LKW verlässt morgen das Zentrallager des  DRK-Landesverbandes in Richtung Haiti.

DRK-Präsident Dr. Lorenz Menz dankte bei der Übergabe des Küchenmoduls am Mittwochmorgen für die drei Spenden: „Wir freuen uns über den großen Betrag, über die schnelle Bereitschaft zur Spende und über die enorm gute Koordination.“ Mit den binnen 18 Stunden organisierten Spenden werde ein dringend notwendiger Baustein für die Haiti-Hilfe finanziert, so Dr. Menz.

Das Küchenmodul samt Zubehör ergänzt das Feldkrankenhaus, das in diesen Tagen vom Deutschen Roten Kreuz nach Haiti verschickt wird. Es ermöglicht sowohl die Verpflegung von Erdbeben-Opfern, die in der Klinik behandelt werden als auch die Versorgung der Klinik-Personals. Das Modul umfasst sowohl Zubereitungstechnik und Energieversorgung wie auch Geschirr und Besteck.

Die Kapazität des Hospitals im Wert von 1,4 Millionen Euro entspricht dem eines deutschen Krankenhauses für eine Bevölkerung von 250.000 Menschen. Etwa 100 deutsche und internationale Ärzte, Schwestern, Krankenhaus-Manager und Techniker werden in dem Hospital Hilfe leisten.  Zu acht Operationsteams kommen Gynäkologie, Kinderheilkunde, Röntgen, Labor, Apotheke, Werkstatt, Strom- und Wasserversorgung sowie Unterkünfte für das Krankenhaus-Team.

20.1.2010

Text und Fotos: Udo Bangerter (DRK)