58. Bundesversammlung: Rotes Kreuz bleibt größte Hilfsorganisation der Welt

 

Stuttgart, 28. 11. 2008
Auf der 58. Bundesversammlung des Deutschen Roten Kreuzes, die heute in Stuttgart stattgefunden hat, ist deutlich geworden, dass sich die Aufgaben der größten Hilfsorganisation der Welt wandeln werden. „Wir werden es in Folge der Finanzkrise mit mehr sozialen Härten zu tun haben und in Folge des Klimawandels mit mehr Unwettern und Hitzesommern“, so Rotkreuz-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Doch ich bin optimistisch, dass wir dies bewältigen werden. Wir sind überall mit unseren Ehrenamtlichen und Angeboten vertreten. Das ist ein gute Basis um Hilfe nach dem Maß der Not leisten zu können.“

In Deutschland engagieren sich über 400.000 Menschen ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz, das insgesamt 4,3 Millionen Mitglieder hat. Rudolf Seiters lobte ausdrücklich das unermüdliche Engagement der Ehrenamtlichen und forderte die Politik auf, die Wertschätzung gegenüber der freiwilligen sozialen Arbeit auch in Vergünstigungen etwa in der Ausbildung zum Ausdruck zu bringen.
Die weltweite Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zählt über hundert Millionen ehrenamtliche Helfer in 181 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.
Sie sind von ihren jeweiligen Regierungen als Nationale Hilfsgesellschaft anerkannt und verpflichten sich, die Behörden zur Durchführung ihrer humanitären Aufgaben zu unterstützen.

Bei Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten leisten das Rote Kreuz und der Rote Halbmond humanitäre Hilfe für Schwerstbetroffene. Die Genfer Konventionen von 1949 übertragen dem Roten Kreuz einen Sonderstatus unter allen humanitären Organisationen: bei bewaffneten Konflikten verpflichten sich die streitenden Parteien, Helfern des Roten Kreuzes Zugang zu den Opfern zu gewährleisten. So können das Rote Kreuz und der Rote Halbmond die Konfliktparteien dazu auffordern, den Helfern freien Zugang zu Gebieten wie dem Ost-Kongo oder der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur zu verschaffen.

Die Bundesversammlung ist das höchste Gremium der Rotkreuz-Gliederungen in Deutschland. Sie wählt das Präsidium und stimmt dem Wirtschaftsplan zu.

 

 

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