Stuttgart, 20. 3. 2009
Das Deutsche Rote Kreuz bietet an mehr als 600 Schulen Baden-Württembergs über 7.000 Jugendlichen die Möglichkeit, sich als Schulsanitäter für ihre Mitschüler zu engagieren. Es bildet die Schüler kostenlos in Erster Hilfe aus und schult sie, soziale Verantwortung zu übernehmen. Mit einer solchen Förderung leistet das Rote Kreuz einen wichtigen Beitrag, Jugendliche für Verantwortung und ehrenamtliches Engagement zu begeistern.
Das Klima an den Schulen und in der Gesellschaft hängt entscheidend davon ab, dass Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Die Jugend zu ermutigen, zu helfen und sie zu befähigen, helfen zu können, ist eine wichtige Aufgabe. Die Förderung von Schulsanitätsgruppen bzw. Jugendrotkreuzgruppen ist in diesem Zusammenhang ein konkreter hilfreicher Weg. Hier investiertes Geld macht sich vielfach bezahlt.
In einem Brief an Ministerpräsident Günter Oettinger regte der Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz, an, dass die Landesregierung die Förderung der Schulsanitäts- bzw. Jugendrotkreuzgruppen mit Mitteln der Landesstiftung unterstützt.
Anlässlich einer am Mittwoch von Bundesinnenminister Dr. Schäuble veröffentlichten Studie wies Dr. Lorenz Menz in seinem Schreiben darauf hin, dass die Hilfsorganisationen in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Innenministerium bereits eine Konzeption entwickelt hätten, um mit Hilfe der Landesstiftung neue Schulsanitäts- und Jugendrotkreuzgruppen zu fördern und damit weitere Jugendliche für soziales Engagement zu begeistern.
Das Rote Kreuz ist nachhaltig und seit langem in der Jugendförderung aktiv. Ganz im Sinne des Bundesinnenministers, der bei der Vorstellung der Studie betont hatte, dass es gelte, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und dass es „nicht akzeptabel“ sei, dass „in manchen Gegenden die Rechtsextremisten die besten Freizeitangebote machen“. Nach Medienberichten macht die Gewerkschaft der Polizei den Rückzug von Staat und Gesellschaft aus der aktiven Jugendarbeit hierfür mitverantwortlich.
Die Ausstattung einer neuen Schulsanitäts- bzw. Jugendrotkreuzgruppe verursacht Kosten von rund 2.000 Euro. Damit werden Sachkosten (Rufmelder, Warnwesten, Erste-Hilfe-Material etc.) und Ausbildungskosten für Lehrer und Gruppenleiter des JRK (EH-Ausbilder) finanziert.
Das Jugendrotkreuz steht als Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes mit rund 22.000 Mitgliedern in Baden Württemberg allen Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 27 Jahren offen, die sich sozial engagieren möchten.
|
|
(c) Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Baden-Württemberg e. V.,
Referat Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0711-5505-136, Fax: 0711-5505-100, eMail: presse@drk-bw.de
|