Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Gmünder ErsatzKasse (GEK) veranstalteten am heutigen Montag in Bartholomä eine Fachtagung zur Gesundheitsförderung für alte und dementiell erkrankte Menschen.
Über hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet widmeten sich in den Tagungsräumen der GEK dem Stellenwert von Bewegungstraining, innovativen Ansätzen der Gesundheitsförderung im Alter und der Qualitätssicherung. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft konnten sich die angereisten Fachleute aus der Pflege und der Seniorenarbeit anhand wissenschaftlicher Vorträge und Workshops über den Forschungsstand informierten.
Prof. Dr. Andreas Kruse von der Universität Heidelberg betonte in seinem Beitrag die überaus wichtige Rolle von Bewegung und angeleitetem Training im Alter: „Bewegung beugt vor und ist ein zentraler Schutzfaktor im Alter.“ Dies gelte uneingeschränkt auch für bereits schwer dementiell erkrankte Menschen. Hier könne Bewegung in erheblichem Maße zur Linderung der Auswirkungen von Demenz beitragen.
Aus dem Blickwinkel der Sturzprävention unterstrich der Sportwissenschaftler Dr. Dieter Strass von der Universität Freiburg die Bedeutung von Bewegung und Training selbst im hohen Alter.
In nachmittäglichen Workshops eigneten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf praxisnahe Weise Kenntnisse zu Bewegungsangeboten und Qualitätssicherung an.
Das Programm „Bewegung bis ins Alter“ wird seit über 30 Jahren vom DRK bundesweit angeboten. Allein in Baden-Württemberg nehmen jede Woche mehr als 40.000 ältere Menschen an den angebotenen Bewegungsgruppen teil. Über 1.000 beim DRK ausgebildete Übungsleiterinnen bieten Seniorengymnastik ebenso an wie Seniorentanz, Joga und Gedächtnistraining.
Presseinfo 11/2003 vom 26. Mai 2003
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