Stuttgart. Das Deutsche Rote Kreuz in Baden-Württemberg erweitert kontinuierlich das Netz der Frühdefibrillatoren und hat bereits über 6.000 Helfer an diesen Geräten ausgebildet.
Der Präsident des Landesverbandes, Dr. Lorenz Menz bezeichnete dies als „einen großen Schritt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod“ und zeigte sich sehr erfreut darüber, dass mittlerweile mehr als 550 der Geräte, die auch von Laien zu bedienen sind, von den Kreisverbänden des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg in Dienst gestellt worden sind. Zu den an den lebensrettenden Geräten Ausgebildeten gehören ehrenamtliche DRK-Helfer in Schnelleinsatzgruppen und in den rund 150 „Helfer-vor-Ort-Gruppen“ wie auch Personal des Rettungsdienstes.
Aber auch rund 1.000 Helfer in Betrieben und rund 100 Laien wurden in mehrstündigen Lehrgängen an den Defibrillatoren ausgebildet. Zudem hat das DRK bereits 250 Ausbilder geschult, um weitere Helfer an den Defibrillatoren einzuweisen.
Jedes Jahr erleiden in Deutschland schätzungsweise zwischen 80.000 und 120.000 Menschen den plötzlichen Herztod. Entscheidende Bedeutung für die Überlebenswahrscheinlichkeit kommt einer Verkürzung des therapiefreien Intervalls zu, denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance. Die Chance, das Herz von einem Kammerflimmern wieder zu einem normalen Sinusrhythmus zu bringen steigen mit einem schnellen Einsatz der Frühdefibrillatoren enorm.
Fehlbedienungen sind bei den rund 3500 EUR teuren Geräten praktisch nicht möglich. Auf Tastendruck registriert das Gerät das EKG und teilt dem Ersthelfer dann über ein Sprachmodul mit, was zu tun ist. Nach der Ansage "Patient nicht berühren" erfolgt mit einem weiteren Tastendruck die Entladung - vorausgesetzt, das EKG gibt Anlass dazu. Denn liegt kein Kammerflimmern vor, wird die Entladung blockiert.
DRK-Landesarzt Dr. Bodo Brunckhorst spricht sich nachdrücklich für die weitere Verbreitung der Frühdefibrillatoren aus: „Ich bin zuversichtlich, dass das Netz der Defibrillatoren im Lande zukünftig noch engmaschiger werden wird.“
Presseinfo 21 vom 30. Juli 2003
|
|
(c) Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Baden-Württemberg e. V.,
Referat Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0711-5505-136, Fax: 0711-5505-100, eMail: presse@drk-bw.de
|