04/17.2.2004
Stuttgart. In einem Festakt im Neuen Schloss in Stuttgart beging der DRK-Landesverband Baden-Württemberg heute seine Gründung vor 50 Jahren, am 10. Juli 1954.
Festredner waren neben dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Erwin Teufel und der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Dr. Rudolf Seiters.
„Das DRK ist in Baden-Württemberg fest verwurzelt und nicht mehr wegzudenken aus der sozialen Infrastruktur unserer Gemeinden und Städte“, so Dr. Lorenz Menz in seiner Festansprache.
Ministerpräsident Erwin Teufel hob in seiner Rede die Bedeutung des Roten Kreuzes hervor: „Hinter dem Roten Kreuz verbirgt sich - damals wie heute - ein Ideal. Das Ideal nämlich, dass ein Mensch, der Hilfe braucht, nicht sich selbst überlassen bleiben darf.“
DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters betonte die Anstrengungen des Roten Kreuzes im Qualitätsmanagement: „Wir selbst sind häufig Vorreiter in Sachen Qualitätsmanagement, z.B. im Rettungsdienst und in der Altenpflege. Dieses erreichen wir mit hervorragend geschultem Personal, zeitgemäßer Technik und gutem Management – und mit vielen Ehrenamtlichen!“
Fast 50.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer opfern ihre Zeit und Kraft im Dienste der Menschlichkeit. Die Dienste, die das Rote Kreuz mit seinen aktiven Helfern mittlerweile anbietet sind vielfältig:
Sie reichen vom Rettungsdienst und Krankentransport bis zum Katastrophenschutz, vom Hausnotruf über Tafelläden, Kleiderkammern, Altenpflege- und Tagespflegeeinrichtungen bis zu vielfältigen Mobilen Sozialen Diensten, von der Gesundheitsförderung bis zur Migrationsarbeit, von der Wasserwacht bis zur Bergwacht.
Besonders ermutigend sei die Bereitschaft zu sozialem Engagement im Jugendrotkreuz. „Jede Hand, die hilft, macht unsere Gesellschaft lebenswerter und gibt Hoffnung“, so Dr. Menz.
Angesichts der Schwierigkeiten in der heutigen sozialpolitischen Landschaft sei es die Aufgabe des Roten Kreuzes, sich zu wandeln, zuzupacken und Lösungen zu suchen.
Die Qualitätssicherung in allen Bereichen genieße dabei eine hohe Priorität. Es gelte auch, so Dr. Menz, mutig neue Angebote zu schaffen und sich auf die älter werdende Gesellschaft einzustellen.
Rotkreuzarbeit sei daher aktueller denn je. Not zu lindern und zu helfen, sei das Ziel der Rotkreuzarbeit in den vergangenen fünf Jahrzehnten gewesen und dies bleibe auch die Leitlinie für die Zukunft.
Dabei sehe sich das Rote Kreuz in Baden-Württemberg nicht isoliert in der Bewältigung seiner Aufgaben. Es bestehe dankenswerter Weise eine jahrzehntelange hervorragende Zusammenarbeit mit Bund, Land und Kommunen, wie auch mit allen anderen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen.
Stellvertretend für all jene, die sich in den zurückliegenden Jahrzehnten für das Rote Kreuz in diesem Land eingesetzt haben, ehrte Dr. Menz zum Schluss des Festaktes drei Rotkreuzmitglieder, die seit 50 Jahren als ehrenamtlich aktive Helfer im Roten Kreuz engagiert sind.
Der DRK-Landesverband Baden-Württemberg war am 10. Juli 1954 hervorgegangen aus den beiden Rotkreuz-Verbänden Nordwürttemberg/Nordbaden und Württemberg-Hohenzollern. Erster Präsident des Verbandes war der damalige Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Arnulf Klett.
Der Verband, der im Gründungsjahr 1954 rund 46.000 Mitglieder hatte, verzeichnet heute rund 600.000 Mitglieder. Im Jahr 2003 waren 4238 hauptamtliche Mitarbeiter in 34 Kreisverbänden beschäftigt.
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