Medien und Krieg

 

06/20.3.2004
14. „Teinacher Tagung“ diskutierte die Rolle der Kriegsberichterstattung im Hinblick auf das Humanitäre Völkerrecht

Stuttgart/Bad Teinach. Bereits zum vierzehnten Mal wurde unter dem Zeichen des Humanitären Völkerrechts die jährlich in Bad Teinach stattfindende bundesweite Tagung am 3. und 4. März 2004 durchgeführt. Veranstalter waren gemeinsam mit dem DRK das Rechtspflegereferat des Bundesverteidigungsministeriums und die Ruhr-Universität Bochum.. Diesmal stand die Tagung unter dem Motto: „Medien und Krieg“. Sie beleuchtete aus verschiedenen Blickwinkeln das Verhältnis zwischen Kriegsgeschehen und Berichterstattung sowie die Rolle der berichtenden Medien selbst.

Referenten des Bundesministeriums der Verteidigung, der deutschen Welle, der Universitäten Hamburg und Bochum und des Deutschen Roten Kreuzes vertieften in ihren Vorträgen die Fragen nach der Bedeutung des Humanitären Völkerrechts in Hinblick auf Journalisten wie auch zur Funktion der Medien im Spannungsfeld zwischen Unabhängigkeit und propagandistischer Einvernahme.
Insbesondere im letzten Irak-Krieg rückte mit dem Wort vom „embadded Journalist“ die Rolle der Medien im Krieg erneut in den Blickpunkt der Diskussionen.

Themen der Tagung waren unter anderem: „Humanitäres Völkerrecht und der Schutz der Journalisten“ (PD Dr. Hans-Joachim Heintze, IFHV Ruhr-Universität Bochum), „Kriegsberichterstattung zwischen Pressefreiheit und Propaganda“ (Dr. Christiane Eilders, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg), „Eindrücke eines Journalisten aus Kriegsgebieten“ (Peter Philipp, Deutsche Welle, Bonn) sowie „Unterstützung der Ausbildung von Journalisten zur Krisen- und Kriegsberichterstattung“. Mit einer Podiumsdiskussion schloss die Tagung am Samstag Nachmittag.

 

 

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