DRK hilft den Flüchtlingen im Sudan mit Ausrüstung, Nahrung und Personal – weitere Spenden nötig

 

20 / 18. August 2004
Anlässlich der Rückkehr der Rotkreuz-Helferin Dr. Florence Kortüm aus der sudanesischen Stadt El Fasher wies der Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz auf die umfangreichen Hilfeleistungen des DRK im Sudan hin. Er appellierte an die Spendenbereitschaft der Bevölkerung: „Angesichts der humanitären Katastrophe im Sudan dürfen wir in unserer Hilfe nicht nachlassen.“ Die Tropenmedizinerin Florence Kortüm (35) aus Tübingen war fünf Wochen im Einsatz im Sudan und unterstützte das DRK-Team bei der Versorgung der Flüchtlinge in der Sudanesischen Provinzhauptstadt El Fasher.

Seit dem Februar 2004 versorgt das DRK Flüchtlinge in der sudanesischen Stadt Nyala mit Hilfsgütern. 27.000 Menschen erhielten Plastikplanen, Decken, Seife und Kochsets. Im Juli 2004 erweiterte das DRK seine Hilfen und brachte 35 Tonnen Proteinkekse für Kinder unter fünf Jahren nach El Fasher, 10.000 Kinder unter fünf Jahren erhielten im Lager Abushok eine Schutzimpfung vom Roten Kreuz.

Im Juni flog das DRK eine erste Gesundheitsstation, die 500 Patienten am Tag versorgen kann, nach El Fasher. Mit im Einsatz sind Ärzte, Krankenpfleger, Zelte und Ausrüstung für einen mindestens drei Monate langen Einsatz. Bis zum 5. August hatte das sechsköpfige DRK-Team rund 5.000 Patienten in der DRK-Gesundheitsstation in El Fasher versorgt. Fünf Kinder erblickten in dieser Einrichtung das Licht der Welt.

Mittlerweile wurde im Lager Abushok im Norden Dafurs ein zweites mobiles DRK-Gesundheitszentrum mit Unterstützung des Sudanesischen Roten Halbmondes eingerichtet, um die anwachsende Lagerbevölkerung von jetzt etwa 50.000 Menschen zu versorgen. Diese Station wird vom DRK mit weiteren Zelten, Gerätschaften und Training der sudanesischen Helfer ausgestattet.

Am 6. August flog das DRK eine dritte mobile Gesundheitsstation für Sudan-Flüchtlinge in den Tschad. Sie wird die Versorgung von 30.000 Flüchtlingen in Tréjine an der Grenze zum Sudan mit ambulanter Pflege, Impfungen und Geburtshilfe unterstützen. Das Personal wird zu gleichen Teilen vom DRK und dem Französischen Roten Kreuz gestellt
Rund eine Million Menschen befinden sich im Sudan und in dem Tschad auf der Flucht. In allen drei Darfur-Provinzen (Nord-, Süd- und Westdarfur) befinden sich kleinere Angriffs- und Kampfzonen, was zu weiteren Vertreibungen von Zivilisten führt. Darüber hinaus besteht die ständige Befürchtung, dass der Konflikt auf den benachbarten Tschad übergreifen könnte.
Das Rote Kreuz sorgt sich um die Sicherheit bei Rückkehr und Neuansiedlungen der Vertriebenen und erinnert die Behörden daran, auf das humanitäre Völkerrecht zu achten. Dr. Menz: „Die notleidenden Menschen im Sudan, die vor Gewalt und Terror flüchten, müssen eine Chance zum Überleben bekommen.“

Die humanitäre Arbeit für die sudanesischen Flüchtlinge im Sudan und im Tschad ist der zur Zeit größte Einsatz der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Bei diesem Einsatz arbeiten das DRK, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Sudanesische Rote Halbmond und andere Nationale Rotkreuzgesellschaften Seite an Seite. Über 100 ausländische Mitarbeiter befinden sich in Darfur. Sie werden von 300 lokalen Angestellten und Tausenden Freiwilligen vom Sudanesischen Roten Halbmond unterstützt.
Spendenkonto:
Deutsches Rotes Kreuz
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 41 41 41
Bankleitzahl: 370 205 00
Kennwort: Sudan
Online-Spenden: www.DRK.de

Weitere Informationen zu den Hilfeleistungen des DRK im Sudan erhalten Sie bei der Pressestelle des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin:
Lübbo Roewer 030/85404 158 oder 0172/257 85 02
Fredrik Barkenhammar 030/85404 155 oder 0172/211 78 31
sowie unter www.drk.de

 

 

(c) Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Baden-Württemberg e. V.,
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