25/26.10.2004
Resolution des Jugendrotkreuzes zur Jugendarmut fordert Erhaltung von Anlaufstellen, mehr Verbraucherschutz und „Geld“ als Unterrichtsthema
Stuttgart. Jedes siebte Kind in Deutschland ist arm. Unter dem Motto "Armut: Schau nicht weg!" will die Jugendorganisation des Deutschen Roten Kreuzes mit einer bundesweiten Kampagne eine langfristige Verbesserung der Situation armer Kinder und Jugendlicher erreichen.
In einer Resolution stellte das Jugendrotkreuz heute in Stuttgart fest, dass immer mehr Schuldenkarrieren schon im Kindes- und Jugendalter beginnen und dadurch sich deren Chancen auf Bildung verringern.
Sofern nicht gekürzt oder abgeschafft, werden auch jugendrelevante Freizeitangebote immer teurer. Bürokratische Hürden im Sozial- und Gesundheitssystem verhindern die Inanspruchnahme von Hilfen.
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Armut: Schau nicht weg!“ erhebt das Jugendrotkreuz die Forderung, Anlaufstellen und Angebote zur Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche zu erhalten, Hortplätze und Hausaufgabenbetreuung auszubauen und den Umgang mit Geld in allen Schularten zu behandeln. Bürokratische Hürden bei der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen seien abzubauen und der Verbraucherschutz zu verbessern, um die Verschuldungsgefahr für Jugendliche zu verringern.
Das Jugendrotkreuz ist die Jugendorganisation des Deutschen Roten Kreuzes und hat bundesweit über 100.000 Mitglieder in mehr als 5.500 Gruppen. In Baden-Württemberg sind es über 20.000 Kinder und Jugendliche. Es engagiert sich über die Rotkreuzarbeit hinaus auch in sozialen, völkerverständigenden und jugendrelevanten gesellschaftspolitischen Themen. Die Kampagne zur Kinder- und Jugendarmut löst die erfolgreiche Kampagne der Vorjahre "Bleib' cool ohne Gewalt" ab.
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